Das Milan-Protokoll: Die Entführung

Kinostart der MMC Movies-Koproduktion „Das Milan-Protokoll“ am 18. Januar 2018

Nachdem der in den MMC Studios und an Originalschauplätzen in Dohuk, Nordirak, gedrehte Thriller von Peter Ott bereits national und international bei verschiedenen Festivals für Furore gesorgt hat, bringt RealFiction den Film am 18. Januar 2018 in die deutschen Kinos.

„Das Milan-Protokoll“ erzählt die Geschichte der deutschen Ärztin Martina, die in der kurdischen Region im Norden Iraks an der Grenze zum „Islamischen Staat“ für eine deutsche Hilfsorganisation arbeitet. Bei einer Grenzfahrt wird Martina von einer mit dem IS verbundenen sunnitischen Gruppe gekidnappt, weil diese einen Waffentransport vermutet.

Filmplakat Das Milan-Protokoll

Filmplakat „Das Milan-Protokoll“ ©Realfiction Filmverleih

Diese Geiselnahme entwickelt sich zu einem packenden Wechselspiel, in dem alle Akteure -IS, PKK, die sunnitischen Stämme und die deutschen und türkischen Geheimdienste – ihre eigenen politischen Interessen verfolgen und versuchen, diese irgendwie durchzusetzen.

Nach ihrer Befreiung durch Kontakte des BND wird Martina von dem deutschen Geheimdienstmitarbeiter Moses über die Zeit in Gefangenschaft befragt, wobei auch hier nicht klar ist, welche Rolle Moses tatsächlich in dieser Geschichte spielt.

„Das Milan-Protokoll“ bietet einen realistischen Einblick in den verworrenen Konflikt im Nordirak sowie die unterschiedlichen Interessengruppen und Akteure in dieser Region des Nahen Ostens, die wir eigentlich nur aus den Nachrichten kennen.

Die Hauptrollen spielen Catrin Striebeck (Martina), Christoph Bach (Moses) und Samy Abdel Fattah (Ismael). Die Regie führt Peter Ott, der auch das Drehbuch schrieb. Die Kamera führt Jürgen Jürges, der schon mit Rainer Werner Fassbinder, Wim Wenders, Andreas Kleinert und Michael Haneke arbeitete. Neben Jürgen Jürges, der die Dreharbeiten in Deutschland übernahm, war Jörg Gruber im Nordirak als Kameramann tätig. Das Szenenbild verantworten Silke Fischer und Jalal Saedpanah.

„Das Milan-Protokoll“ ist eine Produktion von mîtosfilm (Mehmet Aktas) in Koproduktion mit WDR (Andrea Hanke), HR/ARTE (Jörg Himstedt / Birgit Kämper ) und MMC Movies Köln (Bastie Griese / Philip Borbély), unterstützt von der Film- und Medienstiftung NRW, der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein und dem DFFF.

Der Film wurde an Originalschauplätzen im Nordirak in der Autonomen Region Kurdistan sowie in den MMC Studios in Köln gedreht. Hier wurden von der MMC Ausstattung das Set des deutsche Konsulats in Erbil im MMC Studio 42 gebaut, wo das Verhör durch den BND stattfindet, und im MMC Studio 34 das Haus der Entführer, in dem die deutsche Ärztin gefangen gehalten wird.

Kinostart: 18. Januar 2018 im Verleih von Realfiction

Weitere Informationen und Kinoliste: www.realfictionfilme.de

Foto: Das Milan-Protokoll: Die Entführung. © RealFiction Filmverleih

Die Situation im Nordirak unterscheidet sich eigentlich nicht von dem Rest der Welt.
Ältere Männer wollen ihre Privilegien behalten und dieser Kampf wird über Ressourcen geführt.
Der einzige Unterschied zu Deutschland ist die Frage des Protokolls – ob mit oder ohne Gewalt.“
– Regisseur und Drehbuchautor Peter Ott